Das Bürstentgraten Verfahren

post dateMai 2, 2016  •   post categoriesFachwissen Planschleifen  •   post comments number0 Kommentare

Das Bürstentgraten ist ein trennendes Fertigungsverfahren zur Entfernung nicht loser Grate, zur Verrundung von Kanten und zur Verbesserung der Rauheit von Oberflächen.

Bei diesem Verfahren werden meistens metallische Werkstücke bürstentgratet. Die Grate und zu rauhen Oberflächen können durch alle zuvor durchgeführten Arbeitsschritte bei der Herstellung der metallischen Werkstücke entstanden sein. Dabei unterscheidet man zwei Gratarten:

  • Primärgrate stehen senkrecht zur Oberfläche und können durch Stanzen oder Bohren entstanden sein.
  • Sekundärgrate stehen parallel zur Oberfläche und können unter anderem durch Planschleifen, Feinschleifen, Scheren, Drehen oder Fräsen entstehen.

Das Bürstentgraten wird meistens nass durchgeführt. Das bedeutet entweder auf wässriger Basis oder unter Öl. In seltenen Fällen werden die Werkstücke auch trocken bürstentgratet.

Die abrasiven Filamente, Fäden oder Borsten der Bürsten die zum Entgraten verwendet werden bestehen meistens aus PA (Polyamid) mit einem eingebetteten Schleifkorn aus SiC (Siliciumkarbid), aus AlO2 (Aluminiumoxid) oder aus Diamant mit Korngrößen von 40 bis 8000 Mesh.

Bürstentgraten von Primärgraten: Hierbei werden meist Entgratbürsten mit eher biegesteifen und gerade stehenden Borsten verwendet.

Bürstentgraten von Sekundärgraten: Die Sekundärgrate werden durch schrägstehende und „gegen den Strich“ arbeitende Borsten angehoben, umgebogen und abgetrennt.


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