Polieren, die anspruchsvolle Technik der Oberflächenbearbeitung

post dateSeptember 29, 2015  •   post categoriesFachwissen Planschleifen  •   post comments number1 comment

Die Trägerkörper beim Polieren sind ausschließlich nachgiebig, so dass die losen Schleifkörner im Träger eingebettet und nicht auf dem Trägerkörper abrollen können wie beim Läppen. Die scharfen und harten Polierkörner führen zu einer spanabhebenden Bearbeitung der Werkstücke.

Die Einebnung der Werkstückoberfläche wird durch teilweise verschlissene und abgerundete Schleifkörner erreicht.

Beim Einsatz hoher Relativgeschwindigkeiten zwischen Werkstück und Polierkorn kann es zu starker Reibung verbunden mit hohen Temperaturen von 200°C bis zu 600°C kommen. Dabei entstehen die sogenannten Beilby-Schichten, bei denen teilweise angeschmolzener Werkstoff in die Täler des Rauheitsprofils fließt. Hierbei wird die Kristallstruktur zunächst aufgehoben und es erfolgt eine Rekristallisierung in feineren Kristallen. Auf diese Weise wird die Randzone des Werkstücks bis zu einer Tiefe von 5 µm kaltverfestigt und so zusätzlich die Korrosionsresistenz erhöht.


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